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Jugendwerkhof Kottmarsdorf "Kurt Barth"

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Dieser Bereich widmet sich den Jugendwerkhof Kottmarsdorf und deren Ehemaligen.

Verantwortlicher Redakteur ist: Steffi  Stellvertreter ist: (Name)

Jugendwerkhof: 1950 - 1989  (Die ursprüngliche Angabe von der Gründung 1952 widerspricht sich und dürfte nicht richtig sein, da er bereits 1950 aktenkundig im Jahresbericht und im Gesetzblatt 1952 erwähnt wurde.)
Neuer Besitzer seit 2001 Peter Arnhold  seit Juni 2011 steht es für 450T€ wieder zum Verkauf

Er war von der Gründung und bis zur Schließung ein reiner Mädchenjugendwerkhof mit einem durchschnittlichen Bestand von 40 Mädchen.

gearbeitet wurde im "VEB Spinnerei und Weberei Ebersbach"
Unter 13807 Jugendwerkhof »Kurth Barth« Kottmarsdorf sind im Hauptstaatsarchiv Dresden Unterlagen zu finden.

Anschrift: Dorfstr. 50,  8701 Kottmarsdorf  DDR Bezirk: Dresden  Heute: Dorstr. 50, 02708 Obercunnersdorf OT Kottmarsdorf
Ort Kottmarsdorf ist seit 1999 Ortsteil der Gemeinde Obercunnersdorf


Rittergut und späterer Jugendwerkhof KottmarsdorfJugendwerkhof Kottmarsdorf "Kurt Barth"

Rittergut Kottmarsdorf
Schloßstraße 02708 Obercunnersdorf OT Kottmarsdorf

Bis 1547 befand sich das Rittergut Kottmarsdorf im Besitz der Stadt Löbau. Es wurde von den Herren von Gersdorff erworben und verblieb bis 1605 in Familienbesitz. 1642 erwarb die Familie von Gersdorff das Rittergut von der Familie von Klix zurück. Dabei vereinte Hans Wenzel II von Gersdorff etwa ein Jahrhundert später den Oberhof mit dem Niederhof, der sich zwar auch im Besitz der von Gersdorffs befand, aber einem anderen Familienmitglied gehörte. Ab 1763 befand sich Kottmarsdorf für dreißig Jahre im Besitz der Baronenfamilie von Stein und wurde hernach von den Geschwistern Johanne Elisabeth Mehlhosin und Johann Christian Rudolph gekauft, die 1826 Konkurs anmeldeten und das Rittergut an die Familie Jeremias veräußerten. Unter dieser wurde das Rittergut Kottmarsdorf gegen Ende des 19. Jahrhunderts wieder in den Oberhof und den Niederhof geteilt. Der Oberhof befand sich noch 1910 im Besitz der Familie Jeremias. 1918 erwarb es Arno Guido Feustel. Das vormalige Schloss brannte 1921 ab und wurde in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. Allerdings geriet Feustel durch den Wiederaufbau in Konkurs und Maria Schwietzke erwarb den Oberhof 1925. Noch im gleichen Jahr kam es zu einem weiteren Besitzerwechsel und Walter Rudolf de Greiff kaufte den Oberhof. Er verkaufte ihn 1944 an Walter Schumann, der schon im folgenden Jahr enteignet wurde. Von 1950 bis 1991 diente der Oberhof als Jugendwerkhof, danach stand er zehn Jahre lang leer. 2001 erwarb Peter Arnold das Herrenhaus, das heute als Wohnhaus genutzt wird.

Quelle:
sachsen-schlösser.de


Ehemalige Arbeitsstätte "VEB Lautex Ebersbach"

Angaben einer Ehemaligen:

Das Gebäude umfasst ein Hauptgebäude mit Waschkammer und besteht insgesamt aus drei Stockwerken. Im oberen Bereich befand sich noch die sogenannte Bügelkammer. Das Waschgebäude und die Bügelkammer wurden von den Hauswirtschaftlern bewirtschaftet.

Im Waschhaus wurde die Wäsche noch richtig per Hand mit kochenden Wasser gewaschen und gestärkt. In der Anlage befanden sich noch zwei Nebengebäude. Eine Werkstatt für den  Hausmeister und ein kleines Schulgebäude. An das Schulgebäude befand sich ein kleiner Schulgarten. Alle Gebäude waren von einer statthaften Mauer umgeben.
Als das Rauchverbot aufgehoben wurde konnte vor der Tür des Hauptgebäudes zum Hof hinaus geraucht werden. Da gab es auch Sitzmöglichkeiten in form von Bänken.

Nicht weit vom Jugendwerkhof entfernt befindet sich auch heute noch eine funktionsfähige Bockwindmühle, welche 1843 erbaut wurde und nach wie vor viele Touristen anzieht. So drehen sich die Mühlenflügel der Bockwindmühle an Feiertagen, wo auch in der Mühle gebacken wird. Zu Werkhofzeiten haben die Hauswirtschaftler diese Mühle gelegentlich im inneren hergerichtet und auch das gärtnerische Bild vor der Mühle gewahrt. Die Leiterin des Jugendwerkhofs  hatte sich auch nach der Wende noch um die Mühle gekümmert. Die Mühle ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

Die Zimmerinsassen bestanden zumeist aus 7 Personen, oder auch weniger und trugen die Bezeichnung: aktiv 1, aktiv 2 und immer so weiter.
Gearbeitet wurde in einer Spinnerei, Außenstelle "VEB Spinnerei und Weberei Ebersbach"

Bis Anfang 1982 bestand Rauchverbot. Erst Mitte 1982 wurde diese interne gesetzeswidrige Reglung durch eine "Revolte" aufgebhoben.

1982 gab es eine richtig tolle Feier zum 30-jährigen Bestehen zu der auch Jungs aus dem Partnerschaftswerkhof Freital anwesend waren.


Anmerkung: wenn 1982 das 30-jährige Bestehen gefeiert wurde, kann die Gründung nicht 1950 gewesen sein. Über Hinweise wie es zu der veränderten Zeitangabe kommt, würden wir uns sehr freuen.